www.wochenendsued.de Chronik der Kleingartenanlage Wochenend Süd e.V. 1931 konnte das erste Sommerfest gefeiert werden. Der Festzug durch die  Anlage zeigte auch viele buntgeschmückte „Bollerwagen“, die liebevoll  hergerichtet waren. Man sah zwar, dass es voran ging, war aber oft  verzweifelt, wie es wohl weitergehen sollte. Vieles musste noch gemacht  werden, u.a. mussten die Haupt- und Nebenwege befestigt werden.  Heute kann man wohl sagen, dass die verantwortlichen Männer des  Vorstandes und die Mitglieder Großes geleistet haben. Man hatte   inzwischen auch eine Jugendgruppe gegründet, die bei Versammlungen  und Festen unterhaltend mitwirkte. An  einer Provinzialverbandstagung  der Kleingärtner in Gelsenkirchen-Buer, an der der Vorstand teilnahm,  berichtete der Vorsitzende Herr Wortmann und erklärte: „Es ist  beschämend, wenn wir vernehmen müssen, dass die Behörden in  Münster den Kleingärtnervereinen nicht die Anerkennung zollen, wie es  in den anderen Städten besonders im Ruhrgebiet der Fall ist. Das  Kleingartenwesen dient lediglich der Volkswirtschaft. Im Vergleich zu  den Industriestädten hat Münster leider sehr wenig getan“. Harte Worte,  die aber mit Beifall aufgenommen wurden. Diese harten Worte und  Vorwürfe sind den Stadtoberen scheinbar zu Ohren gekommen. In  einem der nächsten Protokolle ist nämlich vermerkt, dass die Stadt  Münster 1.000 RM zum Ausbau der Hauptwege und des Spielplatzes  zur Verfügung stellte. Man hat damit die außerordentlichen Leistungen  des Vorstandes, wie auch aller Mitglieder lobend anerkannt. Ausdauer  und der unbändige Wille für Auf- und Ausbau der Kleingartenanlage  wurde bei dem 1932 in Münster stattfinden West. Prov. Verbandstag der  Kleingärtner, der mit einer Ausstellung verbunden war, belohnt. Der  Verein wurde mit der großen „Silbernen Medaille“ und zwei  Ehrenpreisen ausgezeichnet. Auch die Stadt Münster überreichte als  Anerkennung einen Bildband    „Das schöne Münster“.